Kitesurfen in Vietnam
Vietnam ist einer der wenigen Orte der Welt, an denen die Saison mehrere Monate am Stück läuft, der Wind berechenbar ist, das Wasser ganzjährig warm bleibt und die Infrastruktur konsequent auf die Bedürfnisse von Kitern zugeschnitten ist. Jeden Winter baut sich der Nordostmonsun über der langen, schmalen Küste auf und liefert von November bis April konstante 15–25 Knoten. Die Wassertemperatur liegt im Schnitt bei 24–26 °C — kein Neopren nötig.
Hierher kommt man aber nicht nur wegen des Windes. Vietnam ist ein lebendiges, authentisches Land mit eigenem Rhythmus, der gut zu einer Kitereise passt. Fischerdörfer, Streetfood, Straßen durch Berge und Reisfelder, freundliche Menschen — und das alles zu Preisen, bei denen ein Monat hier günstiger wirkt als zwei Wochen Europa. Viele kommen für zwei Wochen ans Wasser und fliegen einen Monat später zurück.
Es gibt zwei Hauptregionen: Mui Ne im Süden und Phan Rang, 2,5 Stunden weiter nördlich. Unterschiedliche Bedingungen, unterschiedliche Infrastruktur — zusammen decken sie nahezu jeden Reiseanspruch ab.
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Mui Ne
Die wichtigste Kite-Region Vietnams mit ausgereifter Infrastruktur. Gute Wellen für Waveriding, man kann direkt vom Hotel aus aufs Wasser.
Mui Ne → -
Phan Rang
Eine flache Lagune mit starkem Wind — ideal, um aufs Brett zu kommen. Nachteile: keine Infrastruktur, und bei Ebbe kann man nicht fahren.
Phan Rang →
Saison
Die Hauptsaison läuft von Mitte November bis Ende April. Der Höhepunkt sind Januar, Februar und März: Der Wind weht praktisch ohne Pause, übliche Kitegrößen liegen bei 7–9 m². November und Dezember sind solide Monate mit etwas weniger Winddichte. Im Sommer dreht der Wind, und die Hauptspots werden unfahrbar; ein Teil der erfahrenen Rider zieht in die nördlichen Regionen weiter.
Eine ausführliche Aufschlüsselung nach Monaten, Statistiken und Tipps zur Reiseplanung gibt es im Saison-Guide.